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Minuten

Eisenmangel bei Frauen: Symptome erkennen und richtig einordnen

Eisenmangel betrifft Frauen besonders häufig. Erfahre, welche Symptome typisch sind, wann du Blutwerte prüfen lassen solltest und welche Ernährung helfen kann.

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Autor/in
Eva Mendel
Redakteurin bei wellfy
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Müdigkeit, blasse Haut, Schwindel, Kopfschmerzen, brüchige Nägel oder weniger Belastbarkeit können viele Ursachen haben. Eine davon ist Eisenmangel. Bei Frauen ist das Thema besonders relevant, weil Blutverluste durch die Periode den Eisenbedarf erhöhen können.

Eisenmangel sollte über Blutwerte abgeklärt werden. Gleichzeitig lohnt sich ein Blick auf Ernährung, Zyklus, Verdauung und Beschwerden.

Warum Eisen wichtig ist

Eisen wird für den Sauerstofftransport im Blut gebraucht. Es ist ein Bestandteil von Hämoglobin, dem roten Blutfarbstoff. Wenn zu wenig Eisen verfügbar ist, kann der Körper rote Blutkörperchen schlechter bilden. Dann kommt weniger Sauerstoff dort an, wo er gebraucht wird.

Eisen spielt außerdem eine Rolle für Energie, Konzentration, Immunsystem und körperliche Leistungsfähigkeit. Ein Mangel entwickelt sich oft schrittweise. Anfangs sind nur die Eisenspeicher niedrig, später kann eine Eisenmangelanämie entstehen.

Typische Symptome bei Eisenmangel

Eisenmangel kann sich unterschiedlich zeigen. Häufige Hinweise sind:

  • starke Müdigkeit
  • schnelle Erschöpfung
  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • blasse Haut
  • Herzklopfen bei Belastung
  • Kurzatmigkeit bei Anstrengung
  • brüchige Nägel oder Haarausfall
  • Konzentrationsprobleme
  • kalte Hände und Füße

Diese Symptome beweisen keinen Eisenmangel. Sie sind ein Grund, genauer hinzusehen, besonders wenn sie neu auftreten, stärker werden oder mit einer starken Periode zusammenhängen.

Warum Frauen häufiger betroffen sind

Frauen im gebärfähigen Alter verlieren regelmäßig Blut über die Menstruation. Bei starken oder langen Blutungen kann der Eisenverlust deutlich steigen. Auch Schwangerschaft, Stillzeit, sehr einseitige Ernährung oder eine vegetarische beziehungsweise vegane Ernährung können den Bedarf oder das Risiko erhöhen.

Weitere mögliche Ursachen sind Magen-Darm-Erkrankungen, Blutverluste im Verdauungstrakt, bestimmte Medikamente oder eine eingeschränkte Aufnahme von Eisen.

Welche Blutwerte wichtig sind

Ein normaler kurzer Blutcheck reicht nicht immer, um die Eisensituation gut einzuordnen. Häufig werden mehrere Werte betrachtet:

  • Hämoglobin: zeigt, ob eine Blutarmut vorliegt
  • Ferritin: zeigt die Eisenspeicher an
  • Transferrinsättigung: zeigt, wie gut Eisen im Blut verfügbar ist
  • Entzündungswerte: helfen, Ferritin richtig einzuordnen

Ferritin kann bei Entzündungen erhöht wirken, obwohl Eisen im Körper nicht gut verfügbar ist. Darum sollte die Einordnung ärztlich passieren, vor allem bei chronischen Beschwerden oder Vorerkrankungen.

Was du essen kannst

Eisen steckt in tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln. Der Körper nimmt Eisen aus Fleisch und Fisch leichter auf. Pflanzliches Eisen ist trotzdem wertvoll, besonders wenn es regelmäßig vorkommt und gut kombiniert wird.

Eisenreiche Lebensmittel sind:

  • Linsen, Bohnen und Kichererbsen
  • Haferflocken und Vollkornprodukte
  • Kürbiskerne, Sesam und Nüsse
  • Tofu und Tempeh
  • Spinat, Mangold und Rote Bete als Ergänzung
  • Fleisch, Fisch und Eier

Vitamin C verbessert die Aufnahme von pflanzlichem Eisen [1]. Gute Kombinationen sind Linsen mit Paprika, Haferflocken mit Beeren, Vollkornbrot mit Hummus und Zitronensaft oder Bohnen mit Tomaten.

Was die Eisenaufnahme bremst

Manche Getränke und Lebensmittel können die Eisenaufnahme senken, wenn sie direkt zur eisenreichen Mahlzeit kommen. Dazu gehören vor allem Kaffee, schwarzer Tee und grüner Tee. Auch Calcium kann die Aufnahme beeinflussen.

Praktisch reicht oft eine einfache Regel: Kaffee oder Tee mit etwas Abstand zur eisenreichen Hauptmahlzeit trinken. Entscheidend ist die gesamte Ernährung über Tage und Wochen, nicht eine einzelne perfekte Mahlzeit.

Nahrungsergänzung nicht auf Verdacht nehmen

Eisentabletten können sinnvoll sein, wenn ein Mangel festgestellt wurde. Auf eigene Faust sind sie keine gute Idee. Zu viel Eisen kann Nebenwirkungen haben und bei bestimmten Erkrankungen problematisch sein.

Wenn du vermutest, dass du Eisenmangel hast, lass Blutwerte bestimmen und besprich Dosierung, Dauer und Kontrolle mit einer Ärztin oder einem Arzt. Das gilt besonders bei Schwangerschaft, sehr starker Periode, Magen-Darm-Beschwerden oder anhaltender Erschöpfung.

Was bei starker Periode wichtig ist

Wenn deine Periode sehr stark ist, häufig länger als 7 Tage dauert oder du große Blutklumpen verlierst, sollte das gynäkologisch abgeklärt werden [2]. Auch Zwischenblutungen, Blutungen nach dem Sex oder neue starke Schmerzen gehören in die Praxis.

Starke Blutungen sind nicht nur lästig. Sie können Eisenmangel begünstigen und haben manchmal behandelbare Ursachen, zum Beispiel Myome, Polypen, Endometriose oder hormonelle Veränderungen.

Wie der wellfy Meal-Prep-Kurs dazu passt

Bei Eisenmangel ersetzt Ernährung keine medizinische Abklärung. Sie kann aber helfen, eisenreiche Mahlzeiten regelmäßiger in den Alltag zu bringen.

Der wellfy Meal-Prep-Kurs läuft über 8 Wochen mit 8 Videos à 45 Minuten. Er zeigt, wie du mit etwa einer Stunde Kochen Essen für die nächsten 3 bis 4 Tage vorbereitest. Enthalten sind mehr als 20 Rezepte für Frühstück, Hauptgerichte und Snacks.

Der Kurs ist als Präventionskurs nach § 20 SGB V zertifiziert. Gesetzliche Krankenkassen bezuschussen ihn, wodurch bis zu 100% Rückerstattung möglich ist.

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Häufige Fragen zu Eisenmangel bei Frauen

Woran merke ich Eisenmangel?

Typisch sind Müdigkeit, schnelle Erschöpfung, Schwindel, Kopfschmerzen, blasse Haut, Herzklopfen bei Belastung, Kurzatmigkeit und Konzentrationsprobleme. Sicher feststellen lässt sich Eisenmangel über Blutwerte.

Welche Blutwerte zeigen Eisenmangel?

Wichtig sind unter anderem Hämoglobin, Ferritin und Transferrinsättigung. Ferritin zeigt die Eisenspeicher, muss aber im Zusammenhang mit Entzündungswerten eingeordnet werden.

Was essen bei Eisenmangel?

Hilfreich sind Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Haferflocken, Kürbiskerne, Tofu, Fleisch, Fisch und Eier. Vitamin C aus Paprika, Beeren, Zitrusfrüchten oder Tomaten verbessert die Aufnahme von pflanzlichem Eisen.

Sollte ich Eisentabletten nehmen?

Nur nach Abklärung. Eisentabletten können bei festgestelltem Mangel sinnvoll sein, sollten aber in Dosierung und Dauer ärztlich besprochen werden.

Kann starke Periode Eisenmangel verursachen?

Ja. Starke oder lange Blutungen können Eisenmangel begünstigen. Wenn Blutungen sehr stark oder mit Schmerzen verbunden sind, solltest du sie gynäkologisch abklären lassen.

Quellen

[1] Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Eisen, Referenzwerte. https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/eisen/

[2] National Institute for Health and Care Excellence (NICE). Heavy menstrual bleeding: assessment and management. https://www.nice.org.uk/guidance/ng88

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